Darmsanierung

Was ist eine Darmsanierung?

Bei einer Darmsanierung geht es darum, den Darm sukzessive von angelagerten schädlichen Mikroorganismen, Verklebungen, unverdauten Nahrungsresten, Stoffwechselabfallprodukten, Fäkalkrusten und Kotsteinen zu befreien und ihn daraufhin mit entsprechenden Mitteln und einer guten Ernährung so aufzubauen und zu regenerieren, dass er wieder optimal arbeiten kann (u.a. Nährstoffaufnahme, Blockierung von schlechten Stoffen sowie Entgiftung) und das Immunsystem stärkt.

Welche Bedeutung hat der Darm für unsere Gesundheit?

Schon der griechische Arzt und Vater der westlichen Medizin, Hippokrates von Kos (460 v. Chr. bis 370 v. Chr.), erkannte vor über 2.000 Jahren, dass der (gesunde) Darm die Wurzel aller Gesundheit ist bzw. umgekehrt, dass der Tod im (kranken) Darm sitzt. Unser Darm ist mit seinen ca. 400 m² (ca. 10 Badmintonfelder) das größte Abgrenzungsorgan des Körpers zur Außenwelt und spielt somit eine entscheidende Rolle dabei, zu entscheiden, was in den Körper bzw. ins Blut hineingelassen werden darf – und was draußen bleiben muss.

Des Weiteren befinden sich ca. 70 bis 80 % der Immunzellen im Darm, was ihn zum Hauptsitz unseres Immunsystems macht. Hier entscheidet sich häufig, ob unser Körper Krankheitserreger erfolgreich bekämpft oder evtl. fehlgeleitet körpereigene Strukturen angreift, wie es bei Autoimmunerkrankungen der Fall ist. Zwar spielen auch andere Organe, wie die Milz, eine Rolle, doch der Darm ist oft die zentrale Schaltstelle, an der Immunbalance entsteht – oder verloren geht. Moderne Studien zeigen außerdem, dass sich viele chronische Erkrankungen, insbesondere Autoimmunerkrankungen (z.B. Parkinson, Multiple Sklerose, Rheuma, Demenz), bereits Jahrzehnte vor ihrem Ausbruch durch Veränderungen im Darm ankündigen. Dabei lassen sich oft spezifische Marker im Stuhl oder im Blut finden – etwa veränderte Mikrobiom-Zusammensetzungen, erhöhte Entzündungswerte oder eine gestörte Barrierefunktion.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die sog. Darm-Hirn-Achse, d.h. die Verbindung zwischen dem Bauch- bzw. Darmhirn und dem Kopfhirn. Die Nerven des 2. Gehirns (sog. Darmhirn) sind quasi ein Abbild des Kopfhirnes, da Zelltypen, Wirkstoffe und Rezeptoren gleich sind. Hinzu kommt, dass ca. 90 % der Kommunikation vom Darmhirn an das Kopfhirn geht und nur 10 % in umgekehrter Richtung, da das Darmhirn als emotionales Gehirn u.a. schneller reagiert als unser normales Denksystem. Man sagt ja oft „hör auf deinen Bauch bzw. auf dein Bauchgefühl“. So hat eine Dysbiose des Darms (bakterielle Fehlbesiedelung) auch einen entscheidenden Einfluss auf unsere Psyche und unser Wohlbefinden. V.a. chronischer Stress schädigt dabei die Darmflora sowie die Darmschleimhaut und führt u.a. zu einer gestörten Serotoninbildung (das Glückshormon), sodass die Stimmung sinkt.

Anwendungsbereiche (Auswahl):

  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Allergien
  • Depressionen
  • Energielosigkeit
  • Magen-Darm-Probleme (u.a. Schmerzen, Blähungen, Durchfälle)
  • Autoimmunerkrankungen (u.a. MS, Parkinson, Rheuma, Demenz)
  • Gewichtsreduktion
  • Verdauungs- und/oder Resorptionsstörungen (Vitamin- und/oder Mineralstoffmangel)
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