Reiki und Pranaheilung (energetische Heilmethoden)

Was versteht man unter Reiki und Pranaheilung?

Reiki und Pranaheilung gehören zu den sogenannten energetischen Heilmethoden, die darauf abzielen, den Energiefluss im Körper zu harmonisieren, Blockaden im feinstofflichen System zu lösen und die Selbstheilungskräfte ganzheitlich zu aktivieren. Die hierfür benötigte Energie wird i.d.R. über die Hände des Behandlers auf den Patienten übertragen.

Wie soll das funktionieren?

Grundlage beider Methoden ist die Annahme, dass der Mensch – wie alles in der Natur – aus Energie besteht, die sich in unterschiedlichen Formen manifestiert: als sichtbare Materie, als Bewegung, als Wärme oder als feinstoffliche Schwingung. Körper, Gedanken und Gefühle sind demnach Ausdruck unterschiedlicher Energieniveaus, die miteinander in Wechselwirkung stehen.

 

Diese Sichtweise findet ihre Parallele auch in der modernen Physik: Schon Albert Einstein formulierte mit der berühmten Gleichung E = m·c², dass Materie (m) und Energie (E) äquivalent sind – also zwei Erscheinungsformen derselben Realität. Das bedeutet: Was wir als „feste Materie“ wahrnehmen, ist im Grunde hoch verdichtete Energie. Jedes Atom, jede Zelle, jeder Gedanke hat ein Energiefeld.

 

In der Energie- oder Informationsmedizin wird davon ausgegangen, dass Störungen im Energiefluss – etwa durch Stress, emotionale Belastungen oder traumatische Erfahrungen – zu Ungleichgewichten im gesamten System führen können. Diese zeigen sich oft zuerst subtil (z.B. durch Erschöpfung, Unruhe oder Schlafstörungen) und später möglicherweise auch auf körperlicher Ebene. Ziel energetischer Heilmethoden wie Reiki und Pranaheilung ist es daher, diese Blockaden im Energiekörper zu erkennen, aufzulösen und die Energie wieder frei fließen zu lassen.

 

Dabei steht nicht nur die Behandlung von Symptomen im Vordergrund, sondern die ganzheitliche Harmonisierung von Körper, Geist und Seele. Beide Methoden arbeiten mit der sogenannten „Lebensenergie“ – im Japanischen Ki, im Indischen Prana, in der chinesischen Medizin Qi genannt – und fördern das energetische Gleichgewicht sowie das innere Wohlbefinden.

Was wird bei einer Reiki-Therapie gemacht und woher kommt diese Methode?

Bei einer Reiki-Anwendung wird Energie über die Hände des Behandlers, u.a. unter Zuhilfenahme von heiligen Symbolen, auf den Körper des Empfängers übertragen – durch sanftes Auflegen an gezielten Körperstellen oder auch mit Abstand. Der Praktizierende ist dabei ein „Kanal“ für die universelle Lebensenergie. Er lenkt sie nicht, sondern lässt sie durch sich fließen.

 

Reiki stammt aus Japan und bedeutet sinngemäß „universelle Lebensenergie“. Diese Methode wurde 1922 vom Japaner Dr. Mikao Usui (1865 – 1926), der u.a. buddhistischer Mönch war, entdeckt und entwickelt.

 

Dr. Usui studierte in jungen Jahren Kiko – die japanische Variante von Qi Gong – im buddhistischen Tendai-Tempel auf dem heiligen Berg Kurama nördlich von Kioto. Bei dieser Heilmethode wird durch Kiko-Übungen – u.a. Meditation, Atemtechniken und langsame Bewegungen – ein Vorrat an heilender Energie aufgebaut, der dann zum Heilen genutzt wird. Die Anwendung dieser Methode führt jedoch häufig selber zur Erschöpfung, da auch die eigenen Energien benutzt werden. Dr. Usui war deswegen bestrebt eine energetische Heilmethode zu finden, die bei der Anwendung nicht die eigene Energie verbraucht und bereiste auf der Suche nach entsprechendem Wissen ganz Japan, China und Europa.

 

1922 zog er sich dann als buddhistischer Mönch auf den Berg Kurama zurück, um dort 21 Tage zu fasten, beten und zu meditieren. Es wird überliefert, dass gegen Ende seiner Einkehr ein großes, starkes geistiges Licht in seinen Kopf eindrang und er somit eine erleuchtende Erfahrung (Satori) erfuhr. Dieses Licht war die Reiki-Energie, die er in Form einer Einstimmung bekam. Ihm wurde fortan die Kraft zuteil andere zu heilen, ohne die eigene Energie dabei zu verbrauchen.

 

Nachdem er Reiki zunächst einige Zeit an sich selbst und seiner Familie anwendete, ging er im April 1922 nach Tokio, wo er die Gesellschaft für das Heilen durch Usui-Reiki mit dem Namen „Usui Reiki Ryoho Gakkai“ gründete. Er wandte die Reikimethode in einer selbst eröffneten Klinik in Harajuku (Tokio) an und entwickelte mit der Zeit sechs Ausbildungsstufen mit den dazugehörigen Einstimmungen (Einweihungen), die er unterrichtete. Dr. Usuis Ziel war es, Reiki so weit wie möglich auf der Welt zu verbreiten und zugänglich zu machen. Vor allem Hawayo Takata (1900 – 1980) ist es dann zu verdanken, dass Reiki mit der Zeit in die westliche Welt kam. Sie war eine hawaiianische Frau japanischer Abstammung, die in den 1930er Jahren in Japan von Dr. Chujiro Hayashi (1880 – 1940), einem direkten Schüler von Dr. Mikao Usui, in Reiki eingeweiht wurde. Nach ihrer Rückkehr nach Hawaii brachte sie Reiki erstmals in den westlichen Kulturraum und bildete bis zu ihrem Tod 1980 insgesamt 22 Reiki-Meister aus. In Bezug auf die Verbreitung in Deutschland gilt u.a. der deutscher Reiki-Lehrer und Autor, Frank Arjava Petter, der in den 1990er-Jahren in Japan lebte, als Wegbereiter.

Was wird bei einer Pranaheilung gemacht und woher kommt diese Methode?

Die Pranaheilung basiert auf dem Konzept, dass jedes Lebewesen von einer feinstofflichen Lebensenergie – dem „Prana“ – durchdrungen ist. Ziel ist es, mit bestimmten Techniken, wie dem Sweeping, blockierte oder verbrauchte Energie aus dem Energiefeld des Körpers (Aura) zu entfernen und frisches Prana zuzuführen. Die Pranaheilung erfolgt dabei meist ohne direkte Berührung des Körpers und konzentriert sich v.a. auf die Chakren, die Energiezentren, des Körpers. Der Prana-Heiler lenkt dabei bewusst Energien – er kann Prana aus sich selbst oder aus der Umwelt (z.B. Erde, Luft oder Sonne) verwenden.

 

Die Methode der Pranaheilung wurde von dem philippinischen Forscher und spirituellen Lehrer Master Choa Kok Sui (1952 – 2007) entwickelt. Schon in seiner Jugend zeigte er großes Interesse an Yoga, Mystik, paranormalen Phänomenen, Chi Gong und anderen esoterischen Lehren. Über einen Zeitraum von mehr als 18 Jahren studierte er intensiv die einschlägige Literatur hierzu als auch die energetischen Heiltraditionen aus verschiedenen Kulturen.

 

In den späten 1970er- bis Mitte der 1980er-Jahre begann er gemeinsam mit hellsichtigen Freunden und Heilern, systematisch die Wirkungsweisen und Prinzipien unterschiedlicher Heiltechniken zu erforschen. Auf dieser Grundlage entwickelte er die Methode der modernen Pranaheilung – mit dem Ziel, eine praktische, leicht erlernbare und religionsunabhängige Form der Energieheilung zu schaffen.

 

1987 veröffentlichte Master Choa Kok Sui sein erstes Buch „Miracles Through Pranic Healing“, das als offizieller Startpunkt der modernen Pranaheilung gilt. Im selben Jahr gründete er in Manila das Institute for Inner Studies (IIS), das seither als zentrale Mutterorganisation der weltweiten Pranic-Healing-Bewegung fungiert. Drei Jahre später, im Jahr 1990, folgte die Gründung der World Pranic Healing Foundation, mit dem Ziel, Pranaheilung besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern zu verbreiten und soziale Heilprojekte zu fördern.

 

Heute wird Pranaheilung in über 120 Ländern weltweit gelehrt und angewendet.

Anwendungsbereiche (Auswahl):

  • Stress
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Schlafstörungen
  • Schmerzen aller Art
  • Tinnitus
  • emotionale Belastungen oder psychosomatische Beschwerden
  • zur Förderung der Regeneration nach Krankheiten oder Operationen
  • Erkältungskrankheiten
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In meiner Praxis verwende ich die oben genannten energetischen Heilmethoden gerne begleitend zu anderen Maßnahmen, um den Heilungserfolg zu beschleunigen.

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